Im Jahr 2024 hat die Messe Düsseldorf ihre Aktivitäten in Asien unter einem gemeinsamen Dach gebündelt: Der Regional Hub „Messe Düsseldorf for Asia“ (MDfA) vereint die fünf Tochtergesellschaften mit Sitz in Singapur, Hongkong, Neu-Delhi, Tokio und Shanghai in einem zentral koordinierten Netzwerk. Diese effiziente Struktur soll noch mehr Wachstum in Asien fördern und Rückkopplungseffekte für die Weltleitmessen in Düsseldorf schaffen. Seit dem 1. Februar steht Lars Wismer als Regional Head an der Spitze von MDfA. Er tritt die Nachfolge von Gernot Ringling an. In seinem Antrittsinterview spricht er über die strategische Bedeutung Asiens, die Rolle von MDfA – und darüber, wie der Regional Hub einen Mehrwert für Kunden und Märkte schaffen soll.
Herr Wismer, Sie haben zum 1. Februar die Verantwortung für die MDfA übernommen. Wie waren die letzten Wochen für Sie?
Sehr intensiv – und das nicht nur aufgrund meines Umzugs nach Singapur. Ich wollte mir möglichst schnell ein fundiertes Bild über die Lage vor Ort verschaffen. Dazu habe ich zahlreiche Gespräche mit meinem neuen Team und unseren Partnern geführt, die mir wertvolle Einblicke gegeben haben. Asien ist keine homogene Region. Gerade in Südostasien entwickeln sich Märkte mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit, sind aber wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Für die Messe Düsseldorf heißt das: Überall dort, wo wir Chancen erkennen, wollen wir diese auch nutzen.
Welche Rolle übernimmt MDfA dabei?
MDfA steuert das Asiengeschäft der Messe Düsseldorf von Singapur aus. Ziel ist es, die Aktivitäten unserer fünf Tochtergesellschaften in der Region enger aufeinander abzustimmen. So können wir Unternehmen, die in Asien wachsen wollen, verlässliche Plattformen in allen relevanten Märkten aus einer Hand bieten. Damit sorgen wir dafür, dass unsere starken Messen vor Ort langfristig weiter wachsen – und können gleichzeitig asiatische Unternehmen und Besucher für unsere Weltleitmessen in Düsseldorf gewinnen.
Welche Vision verfolgen Sie für MDfA in den kommenden Jahren?
Aus meiner bisherigen Rolle als Director der glasstec und A+A weiß ich, wie wichtig klare Strukturen, abgestimmte Prozesse und eine enge Zusammenarbeit für den Erfolg von Messen sind. Dieses Verständnis möchte ich auf MDfA übertragen. Wenn wir noch enger zusammenarbeiten, uns stärker untereinander vernetzen und vorhandene Stärken gezielt bündeln, können wir unseren Wirkungskreis als Veranstalter deutlich erweitern. Wichtig ist mir, dass wir langfristig ein gemeinsames Mindset entwickeln und MDfA sowohl in der Region als auch in Düsseldorf weiter strategisch verankern.
Welche Märkte stehen aktuell besonders im Fokus?
Das ist stark abhängig von Thema und Branche. Indien ist derzeit ein zentraler Markt mit konstantem Wachstum und großem langfristigem Potenzial. Davon konnte ich mich Ende Januar bei unserer Medical Fair India hautnah überzeugen. Darüber hinaus entwickeln sich auch Länder wie Vietnam, Thailand oder Kambodscha sehr dynamisch. Die Verlagerung von immer mehr Produktionsstandorten verändert die Gegebenheiten vor Ort spürbar – und eröffnet neue Ansatzpunkte für unsere Messeformate.