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Neuer Messe-Chef Giese setzt auf Kontinuität

Datum: 23.06.2002

Wenn der amtierende Chef der Messe Düsseldorf, Karl-Heinz Wismer, Ende 2001 in den Ruhestand geht, rückt mit Wilhelm Giese ein Nachfolger aus den eigenen Reihen in den Vorsitz der Geschäftsführung auf. Während seiner langjährigen erfolgreichen Tätigkeit als Leiter des Auslandsgeschäfts hat sich der heute 58jährige international bereits einen guten Ruf erworben.

Gerade solche Internationalität gilt heute als wichtiger Qualitätsfaktor in der Messewirtschaft. Newsletter sprach mit Wilhelm Giese über seine Pläne in der neuen Funktion:

Newsletter: Herr Giese, man sagt Ihnen nach, daß Sie als gestandener Fachmann Ihr Metier beherrschen wie kaum ein anderer. 30 Jahre Messe-Erfahrung, insbesondere im Auslandsgeschäft, haben Sie in die Waagschale zu werfen ...

Giese: ... und noch sehr viel Ehrgeiz, was die Zukunft der Messe Düsseldorf betrifft.

Newsletter: Wo sehen Sie denn gerade im Auslandsgeschäft die Potentiale für künftige Entwicklungsschritte? Wird nicht das klassische Messegeschäft auch auf internationalem Parkett immer schwieriger?

Giese: Ganz sicher. Zum einen nimmt der Wettbewerb zu und zum anderen gibt es nur wenige wirklich neue Messethemen. So sind viele neu konzipierte Veranstaltungen im Grunde nur thematische Ausgliederungen oder Abspaltungen bereits existierender Messen. Deshalb ist es für uns auch so wichtig, beim Transfer deutscher Leitmessen - im Ganzen wie in Teilbereichen - von vornherein "in der ersten Liga" mitzuspielen und uns aktiv an der Gestaltung der Messemärkte in den Wachstumsregionen der Welt zu beteiligen.

Newsletter: Dann geht es hier also in den nächsten Jahren eher um Kontinuität als um kreative Innovationen oder Visionen?

Giese: Es muß immer um beides gehen. Natürlich stehe ich primär für Kontinuität - im Sinne einer langfristig tragfähigen, weil solide an den Zielmärkten orientierten Wachstumsstrategie. Das zahlt sich aus. Viele unserer Kunden wissen das schon seit dem Beginn unserer Pionierarbeit in Rußland und der Ukraine. Auch für die Messe Düsseldorf wird das Auslandsgeschäft zunehmend zu einer tragenden Säule - mit vielfältigen Chancen und immer wieder neuen Herausforderungen. Hier wird also auch unser Innovationspotential noch voll zum Tragen kommen ...

Newsletter: Werden Sie dabei künftig verstärkt auf Kooperationspartner setzen?

Giese: Ja, natürlich. Schon jetzt sind wir ja zum Beispiel in Indien gemeinsam mit der Messe Köln engagiert und in Shanghai gemeinsam mit den Messegesellschaften Hannover und München. Wann und wo immer spezifische Märkte und Projekte solche Kräftebündelungen sinnvoll machen, werden wir diese auch suchen.

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