Messe Düsseldorf Gruppe baut weltweite Themenführerschaft in ausgewählten Segmenten aus
Deutlich besser als erwartet hat die Messe Düsseldorf Gruppe das Geschäftsjahr 2005 beendet. Der Konzernumsatz beläuft sich auf rund 316 Mio. Euro. Die Messe Düsseldorf GmbH hat in ihrem Einzelabschluss mehr als 236 Mio. Euro Umsatzerlöse erwirtschaftet.
"Insgesamt liegen wir 2005 deutlich über Plan, haben damit die Substanz des Konzerns weiter gestärkt und die national wie international gesetzten Ziele weit übertroffen", kommentiert Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH, das Jahresergebnis. Vor allem die investitionsgüternahen Veranstaltungen entwickelten sich überdurchschnittlich. Die Hälfte der gesamten Umsatzerlöse wurden mit den Veranstaltungen interpack, MEDICA, EuroShop und GDS erzielt. Dornscheidt weiter: "Auch 2005 haben wir als zentrale europäische Handelsplattform wieder gezeigt, dass wir Kommunikations-Broker in den weltweiten Kommunikationsbeziehungen der Wirtschaft sind."
18 Eigen- und 16 Gast-/Partnerveranstaltungen fanden in 2005 am Messeplatz Düsseldorf statt. 26.281 Aussteller präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen auf einer Nettoausstellungsfläche von 1.042.087 qm den 1.321.098 Besuchern aus aller Welt. Zusammen mit den 1.011.280 Teilnehmern von Düsseldorf Congress konnte Düsseldorf in 2005 rund 2,3 Mio. Besucher begrüßen.
Im internationalen Messegeschäft - ohne die ausländischen Tochtergesellschaften - wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Spitzenleistungen erbracht. 19 Eigenveranstaltungen (inklusive Beteiligungen / Kooperationen), 54 Auftragsveranstaltungen und mehr als 120 Verkaufsförderungsaktionen fanden weltweit statt. Unter Einbeziehung der Töchter hat die Messe Düsseldorf Gruppe insgesamt 74 Veranstaltungen (exklusive Auftragsgeschäft) durchgeführt. Nach wie vor sind neben Brünn Russland und China die stärksten Märkte mit großem Anteil am Auslandsumsatz.
Die Auslandsaktivitäten der Messe Düsseldorf steigerten in 2005 wieder die Internationalität der Veranstaltungen in Düsseldorf. Im letzten Jahr betrug der Anteil der ausländischen Aussteller insgesamt 56 Prozent, der Anteil der ausländischen Besucher 29 Prozent. Spitzenreiter waren in Bezug auf den Auslandsanteil Aussteller die GDS im Frühjahr (84%), die ProWein (72%) sowie MEDICA und interpack (jeweils 66%). Beim Auslandsbesucheranteil lagen die GDS im Herbst (59%), die EuroShop (57%) und die interpack (55%) an der Spitze.
"Ausnahmejahre wie 2004 sind natürlich nicht so leicht zu übertreffen. Gerade in Zeiten, in denen turnusbedingt weniger Veranstaltungen ausgerichtet werden, ist es umso wichtiger, sich auf seine Stärken zu besinnen. Und die liegen neben den Düsseldorfer Welt-Leitmessen im hohen Auslandsengagement", kommentierte Oberbürgermeister Joachim Erwin als Aufsichtsratsvorsitzender der Messegesellschaft das Geschäftsergebnis. Erwin weiter: "Der Messe Düsseldorf ist es gelungen, nach dem ursprünglich geplanten Verlust durch zusätzliche Umsätze das Jahr 2005 mit einem deutlichen Gewinn abzuschließen - für unsere Gewerbesteuer sehr erfreulich. Und: Sie hat die Stellung Düsseldorfs als Impulsgeber der Wirtschaft mit innovativen Konzepten im In- und Ausland weiter ausgebaut".
Das Geschäftsjahr 2006 wird zyklusbedingt ein umsatz- und ergebnisschwächeres Jahr mit 41 Eigen- und Partnerveranstaltungen am Messeplatz Düsseldorf. Zu den 28 Eigenveranstaltungen erwartet die Messe Düsseldorf 22.000 Aussteller und eine Million Besucher aus aller Welt.
Zu den Veranstaltungen 2006 zählen u.a. die boot Düsseldorf, die CPD DÜSSELDORF, die GDS, die TOP HAIR INTERNATIONAL, die BEAUTY INTERNATIONAL Düsseldorf, die EuroCIS, die ProWein, das Messe-Duo wire & Tube, der CARAVAN SALON DÜSSELDORF, die TourNatur, das Messe-Quartett InterMopro, InterMeat, InterCool und hogatec, REHACARE INTERNATIONAL, glasstec, sowie die Medizinmessen MEDICA und ComPaMED.
Die Messe Düsseldorf baut ihre weltweiten Produktfamilien mit neuen Veranstaltungen aus. Dazu gehören die PACK PRINT INTERNATIONAL - The international Packaging and Printing Exhibition for Asia, Bangkok, die TUBOTECH, International Tube, Fittings, Pipes, Valves and Components Fair in Sao Paulo und die TEKNO / TUBE ARABIA, International Trade Fair for Industrial Machines, Metalworking, Machine Tools, Tubes & Pipes in Dubai.
In Kooperation mit der Messegesellschaft Olma Messen St. Gallen wird die Messe Düsseldorf ab sofort die bedeutendste europäische Messe für Nano- und Microtechnologie, die „Nano Europe fair & conference“, weiterentwickeln und ab 2007 „Nano Europe Innovationparks“ zu ausgewählten Düsseldorfer Veranstaltungen präsentieren. Es ist geplant, dass die Nano Europe ab 2009 im jährlichen Wechsel zwischen Düsseldorf und St. Gallen stattfindet. Dazu Erwin: "Das Ziel der Messe Düsseldorf als Wissensbroker muss es sein, zusammen mit der ausstellenden Wirtschaft die Voraussetzungen für Innovationen zu verbessern und den Technologiestandort Düsseldorf zu stärken."
Um auch langfristig eine führende Rolle im Messegeschäft zu spielen, verfolgt die Messe Düsseldorf Gruppe u.a. folgende Ziele:
- Konsequenter Ausbau der weltweiten Themenführerschaft in den Paradedisziplinen der Messe Düsseldorf (Druck / Verpackung / Kunststoff / Metallurgie / Medizin / Mode&Lifestyle),
- Förderung von Innovationen durch die anwendungsorientierte Abbildung von neuen Trends und Technologie und
- Erweiterung des Dienstleistungsspektrums und weitere konsequente Serviceorientierung unter dem Leitgedanken „Customer first“.
Werner M. Dornscheidt ergänzt: "Ich wende mich mit einem Appell an die deutschen Wettbewerber mit eigenen Messegeländen, die in den letzten Jahren ihre Kapazitäten deutlich erweitert haben: Nur mit auskömmlichen, kostendeckenden Preisen lassen sich maximale Veranstaltungsqualität und ein Maximum an internationalen Geschäftskontakten für unsere Kunden realisieren. Eine Fortführung des an anderen deutschen Standorten gelebten Preisdumpings zur Erhöhung der Hallenauslastung - oft auch auf Kosten des Steuerzahlers - schwächt die Qualität der Welt-Leitmessen in Europa und wird neue Messestandorte in den emerging markets wie beispielsweise Asien stärken. Das traurige ist, dass bei den Dumping-Konditionen für Gastveranstalter und Verbände die Messekunden in die Röhre schauen. Aussteller und Besucher erhalten in der Regel keine Preisvorteile ... dabei ist Deutschland auf Grund der Organisations- und Eigentümerstruktur im Durchschnitt schon der günstigste Messeplatz Europas! Meiner Meinung nach haben nur die Messegesellschaften eine Existenzberechtigung, die sich auf Dauer selbst - ohne öffentliche Zuschüsse - tragen können!"
Weitere Informationen:
Messe Düsseldorf GmbH
Ingo Lentz
Tel.: +49 (0)211 4560-995
Fax: +49 (0)211 4560-8548
Düsseldorf, 19. Mai 2006
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